Die primäre Stärke des Direktmarketings liegt in seiner Basisarbeit. Durch den Abgleich der beworbenen Personen, die reagieren, kann man die Kosten und den Nutzen von Direktmarketingaktionen gut gegeneinander aufrechnen. Man kann Kunden kategorisieren in „Starkunden“ und „Verzichtskunden“. Ein Starkunde rechtfertigt immer einen hohen Werbeaufwand.
Dieser muss dann intensiv betreut werden, man muss ihn bevorzugt beliefern. Sonderwünsche sind immer zu berücksichtigen. Verzichtskunden gibt man bei der Bewerbung besser auf. Man kann durch Direktmarketing Beziehungen aufbauen, die zu einer engen Kundenbeziehung führen können. Einen Stammkunden zum Kauf zu bewegen ist immer einfacher als einen neuen zu werben. Die im Response-Direktmarketing gewonnenen Daten können für weitere Werbeaktionen genutzt werden, die man dann individuell auf die Kunden zuschneiden kann.
Massenwerbung führt immer seltener zum Erfolg. Direktwerbung ermöglicht einen effizienten Einsatz finanzieller Mittel. Ein Nachteil des Direktmarketing ist in vielen Fällen die Belästigung der zu Bewerbenden. Immer mehr Empfänger wehren sich durch das Aufkleben von „Keine Werbung“-Streifen und durch das Eintragen in die so genannte Robinson-Liste. Das sind Schutzlisten mit Kontaktdaten von Personen, die keine unangeforderte Werbung in Form von Mails und Festnetzanrufen erhalten möchten. Der Eintrag in eine solche Liste ist kostenlos. Als Werbebetreibender muss man ganz einfach die Fähigkeit und das Gefühl besitzen, hier die richtige Balance zu finden.